Tablet-Klassen im Beruflichen Gymnasium etabliert

Erschienen am 30.04.2020 in der Weiler Zeitung

Sowohl die Klassen der Beruflichen Gymnasien als auch der zweijährigen Berufsfachschule arbeiteten schon vor der Corona-Pandemie mit iPads.

Müllheim. Die Gewerblich-Kaufmännischen Schulen mit Beruflichem Gymnasium in Müllheim wurden von den Corona-Maßnahmen kalt erwischt. Mit einem Wochenende Vorlauf wurde die Schule geschlossen und es ging von heute auf morgen in den vollständig digitalen Unterricht.

Glücklicherweise sind seit einigen Jahren alle Lehrkräfte mit Tablets ausgestattet und tauschen sich regelmäßig an Fortbildungsnachmittagen über die neuesten Anwendungsmöglichkeiten aus, heißt es in einer Mitteilung der Schule. Ein zweiter Glücksfall sind die Tablet-Klassen, die sich im Beruflichen Gymnasium etabliert haben. Alle Schüler, die sich auf das Abitur vorbereiten, haben die nötige Ausstattung für den digitalen Unterricht. So können sie alle Aufgaben, die über das digitale Klassenbuch oder den Schulmanager kommen, erledigen. Die Kontrolle läuft über E-Mails und Videokonferenzen mit der ganzen Klasse oder Teilgruppen. In rasanter Geschwindigkeit haben die Lehrkräfte sich außerdem in neue Anwendungen eingearbeitet, die vorher nicht notwendig waren. So gab es einen regen Austausch im Kollegium, parallel zum digitalen Unterricht, über die besten Konferenz-Apps oder Programme, um schnell und einfach Lernvideos zu erstellen.

In der zweijährigen Berufsfachschule mit den Profilen Elektro, Metall und Wirtschaft ist die Schule in einer besonders komfortablen Situation: Seit dem Schuljahr 2017/2018 ist sie im Schulversuch „tabletBS.AVdual/BFPE“ des Kultusministeriums. Alle Schüler bekommen über die Schule ein iPad gestellt und arbeiten mit digitaler Unterstützung auf die Fachschulreife hin. Die Besonderheit ist die Nutzung der Lernplattform Dakora (Digitales Arbeiten mit Kompetenzrastern). Bereits seit den ersten Schulwochen arbeiten die Schüler mit der Dakora-App. Darin werden Aufgaben in verschiedenen Niveaustufen von den Lehrkräften abgelegt, die Lernenden legen sich die Aufgaben in ihren Wochenplan und bearbeiten diese nach ihrem eigenen Arbeitstempo und Leistungsniveau.

Für diese Klassen und deren Lehrkräfte klappte die Umstellung auf Heimunterricht sicher am besten, da hier in den Haupt- und Profilfächern die Aufgabenverteilung schon immer digital organisiert ist.

Die großen Wermutstropfen sind, wie für alle anderen auch, der fehlende persönliche Kontakt zu Lehrkräften und Mitschülern, der Blick über die Schulter und ein kleiner Tipp zur Lösung, denn das kann die beste Videokonferenz nicht ersetzen.

Jetzt bereitet sich die Schule auf die Wiederaufnahme der Prüfungs- und Abschlussklassen ab kommenden Montag vor: Pausenregelungen müssen überarbeitet, Klassenräume für die Klassen vorbereitet und Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt werden, heißt es in einer Mitteilung der Schule.